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Kann nicht mehr..

Ich kann nicht mehr. Skala 1-10 Eins Bourn Out - Zehn Alles Super. Bin ich bei drei. Ich kann noch, bin noch nicht wirklich erschlagen. Aber dennoch fühle ich mich kaputt. Leer. Alles tut weh. Ich kann noch immer alles schaffen. Aber momentan funktioniere ich nur. Gestern wollt ich noch meine Medis absetzen, jetzt kann ich es vergessen. Habe mit Paul darüber gesprochen. Er sagt klassische Angstattacke.
Leider habe ich hier niemanden zum Reden. Die Mädels wissen von nichts, was auch so bleiben soll. Die die vom letzten Jahr wissen, die glauben jetzt sei alles okay. Ich glaube auch nicht, dass irgendwer von denen Verständnis dafür aufbringen kann. Fühle mich allein. Aber mir ist nicht einmal zum weinen.

In diesem Sinne
Have a nice day..

4.12.06 08:33


Morgens

Bis gegen vier habe ich noch Matheaufgaben gelöst. Und es lief wirklich gut. Wenn ich wirklich anfange zu lernen, dann gehe ich diese Aufgaben alle mit Ski durch. Er kann es mir wesentlich einleuchtender Erklären als die Tutorin.

Und was habe ich die letzten 2,5h getrieben bis zum Aufstehen? Ich habe im Bett gelegen, habe mir Gedanken gemacht. Habe gegen kurz vor fünf sowas wie Schlaf gefunden, der aber kurz nach fünf wieder beendet war, wieder langes wach liegen. Aber ich muss wieder eingeschlafen sein, da mich mein Wecker aus dem Schlaf holte.
Ein Gedanke holte mich immer wieder ein.

Ich bin in einem großen Stadion, liege mitten auf dem Feld. Das Stadion ist leer, es ist Nacht und ich schaue in den Sternenhimmel. Ich lächle dabei.

Und noch immer läuft dieses Lied.

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sieht gut aus, oder?
27.11.06 07:12


Des Nachts

Halb zwei in der Früh. Ich finde keine Ruhe. Höre noch immer Save the best for last. Es sind ausnahmslos schöne Erinnerungen und Gedanken, die dieses Lied bei mir auslösen. Aber sie lassen mich dennoch nicht diesen Zustand seeliger Ruhe erreichen. In fünf Stunden ist meine Nacht bereits wieder zu Ende. Aber was soll ich machen? Mir sind noch nicht einmal die Augen müde.

Ein paar meiner Erinnerungen.

H und ich am Strand. Wir sitzen im Gras und schauen das Feuerwerk an. Wieder H und ich wieder am Strand. Wir gehen Hand in Hand. In der anderen Hand halte ich meinen Helm. Es ist noch Frühjahr, es ist sonst niemand dort. Wir reden. Kommen überein, dass es besser sei wenn wir uns trennen. "Ich habe ein schlechtes Gewissen, dass ich mit dir Schluss mache." - "Das brauchst du nicht haben, hättest du es nicht gesagt, dann hätte ich es gesagt. Ich wollte nur, dass du dich schlechter fühlst." Er schaute mich mit seinen großen braunen Augen an. Tränen glitzern, aber dennoch muss er lächeln. Beide weinen wir als wir uns ein letztes Mal in den Arm nehmen. "Können wir wenigstens Freunde bleiben?" Wieder schaut er mich so an. "Sicher, aber ich denke nicht, dass es was wird", antworte ich. Ich sollte Recht behalten. Ich weiß nicht weshalb dies eine schöne Erinnerung ist. Aber sie gibt mir irgendwie so etwas wie Ruhe.
K und ich in Bulgarien nachts am Strand. "Sieh nur die Sterne" mit einer weitausholenden Geste zeigt er mir den Himmel. Eine der wenigen Male wo er den Sternenhimmel würdigt. Die Gedanken an den Bulgarienurlaub sind gut. Sie erfüllen mich nicht einmal mehr mit Trauer. Er erfüllt mich nicht mehr mit Trauer. Keine Trauer, keine Liebe, kein Hass. Eher Gleichgültigkeit. Einen Satz gibt es dazu "Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit." An diesem Punkt bin ich wohl nun. Ein Lächeln liegt auf meinem Gesicht.
Noch ein Gedanke.
R und ich am Strand. Erzählend schlendern wir die Promenade entlang, genießen den kühlen Wind im Gesicht. Sitzen später gemütlich am Wasser, die letzten Sonnenstrahlen tanzen auf den seichten Wellen. Er hat ein tolles Lächeln. Nur mit wenigen Menschen konnt ich bisher so gut reden. Bis spät Nachts saßen wir noch zusammen haben geredet. Neben uns stellten sie schon die Stühle hoch.
Noch ein Gedanke.
F und ich am Strand. Es ist windig, lachend laufen wir am Wasser entlang, ich habe mich bei ihm untergehakt. Ein schönes Gefühl von Nähe und Freundschaft. Wir beide auf dem Schiff, genießen das Gefühl von Weite. Schweigen. Ohne das Bedürfnis etwas sagen zu müssen. Ein Lächeln genügt.

Viele schöne Gedanken haben mit dem Strand zu tun. Allein der Gedanke an Strand und Meer zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht. Ebenso wie der Gedanke an einen Sternen übersäten Himmel. "Siehst du den Mond? Ich habe ihm einen Kuss für dich gegeben, spürst du ihn?"

"Wärest du gestorben, wäre dein Körper in viele tausend Sterne zerfallen und jeder der des nachts in den Himmel sieht hätte sich in die Nacht verliebt" Das wohl Schönste, was K mir je geschrieben hat.

Ich versuch es jetzt nochmal mit Schlafen.
Vielleicht finde ich ja noch ein paar Gedanken..

In diesem Sinne

Good Night and Good Luck
27.11.06 01:50


...

Schon merkwürdig.

Da höre ich dieses eine Lied (siehe vorheriger Beitrag) und kann das erste mal an diesem Tag wirklich Lächeln.

Und ich fühle mich gut
27.11.06 00:26


Vanessa Williams - Save the best for last

Vanessa Williams - Save the best for last

Sometimes the snow comes down in june
sometimes the sun goes 'round the moon
I see the passion in your eyes
sometimes It's all a big surprise

'cause there was a time when all I did was wish
you'd tell me this was love
It's not the way I hoped or how I planned
but some how it's enough

and now we're standing face to face
Isn't this world a crazy place
just when I thought our chance had passed
you go and save the best for last

all of the night you came to me
when so silly girl have set you free
you wondered how you'd make it through
I wondered what was wrong with you

'cause how could you give your love to someone else
and share your dreams with me
sometimes the very thing your looking for
is the one thing you can't see

and now we're standing face to face
Isn't this world a crazy place
just when I thought our chance had passed
you go and save the best for last

sometimes the very thing you're looking for
is the one thing you can't see

sometimes the snow comes down in june
sometimes the sun goes 'round the moon
just when I thought our chance had passed
you go and save the best for last

you went and saved the best for last

26.11.06 23:13


Totensonntag

Heute ist Totensonntag, man gedenkt den gestorbenen Menschen, besonders denen, die im Laufe des vergangenen Jahres gegangen sind.

Bei mir ist es mein Opa, der im März diesen Jahre verstarb. Er war sehr krank und es war sicher auf eine Erlösung, nicht nur für ihn, auch für meine Großmutter. Aber dennoch hat es weh getan. Er war ein guter Mensch, der vieles erlebt hat in seinem Leben. Hauptsächlich schlechtes. Er konnte tolle Geschichten erzählen, leider erinnere ich mich nicht mehr daran. Jedenfalls nicht an die guten Geschichten. Das einzige woran ich mich erinnere ist, wie er erzählt hat, dass er im Krieg gefangen genommen wurde. In Österreich. Von den Russen. Die Männer mussten weit laufen, bis an/über (?) den Ural. Mehr als 1000km. Für viele war das zuviel, aber die Kameraden durften sich nicht helfen, wer stolperte und fiel wurde erschossen, wer dem anderen versuchte aufzuhelfen oder ihn zu stützen, den ereielte das gleiche Schicksal. Nachts lagen sie in einer Reihe am Wegesrand zum Schlafen. Zum "Spaß" schossen die Soldaten blind auf sie. Am nächsten morgen blieben die Getroffenen tot liegen. Mein Opa erzählte wie kalt es war, wie sehr sie froren. Wie sie sich selbst auf die Gliedmaßen geschlagen haben um warm zu werden. Über die Jahre im Gefangenenlager selbst verlor er nie ein Wort. Auch gegenüber meiner Oma nicht. Sie sagte er kam völlig unterernährt wieder hier an und kam direkt ins Krankenhaus. So richtig gesund geworden ist er nie, immer wieder wurde er krank.
Er hatte Autoschlosser gelernt und er hatte Glück bei einer Firma wieder als solcher anfangen zu können. Doch hielt er es in der geschlossenen Werkstatt nicht aus. Als eine Stelle als Fahrer frei wurde bewarb er sich darauf und er fuhr in der Welt herum.

Wenn ich an meinen Opa denke, dann denke ich an einen lachenden Mann, der mit uns Kindern spielt. Der uns Dame beibrachte, Mühle, Schach. Der mit uns Nilpferd in der Achterbahn spielte bis zum Umfallen. Er konnte Zaubertricks. Es war immer eine schöne Zeit.

Doch noch etwas beschäftigt mich an diesem Tage.
Beinahe wäre es so gewesen, dass meine Eltern meiner gedenken müssten an diesem Tag.
Der 14. März 2005. Eigentlich war es ein guter Tag. Draussen schien die Sonne, ich hatte Berufsschule. Eigentlich wollten seine Eltern mit mir den Nachmittag Schwimmen gehen, aber das klappte nicht. K und ich hatten den Freitag zuvor eine Auseinandersetzung, er war der Meinung ich sei wie ein Vogel, der sich nach Freiheit sehnt und er habe diesen Vogel in einen goldenen Käfig gesperrt. Aber wir sprachen darüber und es war wieder gut. So dachte ich.
An dem Montag schrieb er mir dann eine email "meinst du nicht, eine Trennung wäre für beide sinnvoller?"

Für mich brach eine Welt zusammen, ich konnte nicht mehr klar sehen. Klar denken. Lag ich doch seelisch eh schon am Boden und dachte wir würden wieder alles auf die Reihe bekommen. Aber damit nahm er mir auch den letzten Strohhalm, der mir noch verblieben war. Erst herrschte die totale Panik bei mir, dann wurd ich ruhig, still, durchdachte alles noch einmal. In meinen Augen hatte ich nichts mehr. Er war der Grund weshalb ich noch funktionierte. Nun war er weg. Mein Leben war leer, ohne ihn machte es keinen Sinn. Also nahm ich 40 Paracetamol und legte mich hin. Allerdings schrieb ich ihm noch eine email, dass ich genau das getan hätte.

Es war ein befreiendes Gefühl. Ruhe. Ich konnte die Sonnenstrahlen vom Sofa aus betrachten, wie sie auf dem Boden tanzten. Irgendwann wurde mir schwindelig, es begann neblig zu werden. Ich lächelte. Doch dann wurde meine Ruhe gestört vom knirschen der Autoreifen auf der Auffahrt, dem klappern von Schlüsseln und dem Knallen der Haustür. K war nach Haus gekommen, war sauer. "Zieh deine Jacke an" "Steig ins Auto" Alles war vernebelt. Ich wurd langsam müde. Wir fuhren los, er raste. "Du weißt, dass das Erpressung ist?" Ich schaute nach draussen. Alles schien unter einem weißen Schleier zu liegen.
Dann waren wir im Krankenhaus, er schilderte einem Mann am Empfang was passiert war. Ich lehnte mich gegen die Wand. "Hier lang. Setz dich" Ich saß da und döste langsam ein. Irgendwann lieg ich in einem Bett. Der Arzt spricht mit mir. "Können sie mich verstehen?" "Was haben sie genommen?" K antwortet. "Womit haben sie es genommen?" "Wasser" sage ich. "Haben sie noch mehr genommen? Andere Medikamente?" Ich schüttle mit dem Kopf. Ich weine. Leise. Die Tränen fließen einfach nur. Mir wird bewusst, dass K mich nun hasst. Also will ich ihm beweisen, dass ich es wert bin geliebt zu werden.
Ich trinke Kohle, lasse mir eine Magensonde legen, lasse mir das Gegengift intravenös geben. Der Oberarzt kommt und fragt mich wieso ich das getan hätte. "Wegen ihm" Er schaut mich an, wie ich da in diesem Krankenhauskittel, mit Tränen überströmten Wangen sitze "Kein Mann ist es Wert für ihn zu sterben." Noch mehr Tränen laufen über mein Gesicht. Die Schwestern und Pfleger umtüddeln mich. Bin ich doch die einzige Patientin, die was zu Essen bekommt, die liest. Die aber auch oft weggetreten aus dem Fenster in die Baumwipfel starrt.
Dienstag morgen um acht, die Schwester hat mir grad die Zahnbürste wieder weggenommen, kommt er herein. Mit einer Tasche und frischer Kleidung, ein paar Büchern. "Wir bekommen das wieder hin Maus! Werd erstmal wieder gesund."
Jetzt noch kommen mir die Tränen wenn ich mich daran erinnere. Meine Eltern kamen auch später dann. Meine Ma schenkte mir einen kleinen Schutzengel. Später sagte mir der Oberarzt, wie die vorgeschriebene Vorgehensweise ist, wenn jemand versucht hat sich das Leben zu nehmen. Er muss unter ständiger Beobachtung stehen, weshalb ich auch nach wie vor auf der Intensivstation lag. Anschließend kommt er in die nächste psychatrische Klinik. In meinem Fall D. Morgen werde ich dorthin gebracht. Meine Blutwerte seinen gut, sollte dennoch noch etwas passiere könne ich dort gut behandelt werden. Am Nachmittag erzählte ich es K. So wurde ich am nächsten Morgen nach D gebracht. Eine nette Schwester kam, brachte mir etwas zum Anziehen, ich hatte immer noch nur dies Krankenhaushemd an. Sie fragte mich ob ich duschen wolle. Man konnte den Raum nicht absperren, aber dennoch genoss ich es. Scheinbar duschte ich recht lang, denn sie klopfte irgendwann ob alles okay sei. Später lag ich wieder auf meinem Bett, ich weinte. Das Mädchen im Bett neben mir kam irgendwann und gab mir etwas von ihren Süßigkeiten ab.
Insgesamt blieb ich drei Monate dort.

Jetzt geht es mir soweit gut. Ich bin froh, dass meine Eltern an diesem Tag nicht meiner gedenken müssen. Das sie mir kein Gesteck bringen.

In diesem Sinne

Have a nice day

26.11.06 11:50


Definition

Warum definiert man sich über andere? Warum ist es einem wichtig, wie die anderen Menschen über einen denken?

Warum denke ich an einem Samstagabend um halb elf: "Es mag dich eh keiner. Sobald jemand weiß wie es hinter dieser netten Fassade aussieht ist es vorbei." - "Es interessiert sich niemand für dich." - "Die wolln dich wenn dann nur ins Bett haben und das war es dann. Gummibärchenprinzip. Aufreißen, vernaschen, wegwerfen."
Oder sie melden sich, wenn es Konkurrenz gibt. Plötzlich bist du dann wichtig. Oder wenn du irgendwelche Hausarbeiten durchgehen sollt "Schaust du mal nach Rechtschreibfehlern und ob der Satzbau so okay ist?" "Nein, tut mir leid, mit dem Wochenende, das wird nichts. Meine Mutter kommt. Sie bleibt das ganze Wochenende."

Warum sage ich nicht einfach "Fickt euch doch ins Knie, ihr elenden Schwanzlutscher!" Mir ist heute nach vulgären Ausdrücken.

Interessiert sich überhaupt jemand für mich?

"Klar kannst du die Mitschriften der letzten Woche von mir haben. Dann hab ich wenigstens was gut bei dir, wenn wir nächstes Semester Informatik haben" "Willst du Montag nicht mit uns lernen, wir brauchen jemanden der es uns erklärt."

Aber sonst ist alles klasse.

In diesem Sinne

Good Night and Good Luck

25.11.06 22:47


Nur nicht aufgeben



Das Video fand ich gestern.

Ich habe es mir angeschaut ohne auf den Text zu achten, ich schaute einfach nur den Film mit diesen kleinen niedlichen Wesen, die einfach nur "Hello!" sagen möchten. Die in einer friedlichen Mission kommen, aber niemand beachtet sie. Nur ein junger Mann sagt "Hallo!" - und geht.
Aber anstatt aufzugeben, fliegen sie zurück zu ihrem Planeten und malen ein größeres Plakat.

Leider ist das nicht nur in diesem niedlichen Film so.
Wer nicht laut und stark für seine Bedürfnisse einstehen kann, der wird ignoriert, nicht beachtet, da wird weggesehen. Erst durch große Skandale, durch große Plakate schaut man plötzlich hin. Zuvor ist es unbequem "Passt schon" "Warum soll ich mich kümmern? Sind doch genügend andere Leute da!"
Erst wenn das große Plakat da steht werden die Leute aufmerksam. Die besten Beispiele dafür sieht man im Fernsehen, liest man in der Zeitung, bekommt man als Email ins Postfach.

Ich habe noch soviele Gedanken dazu, aber ich schließe hier erst einmal, machen diese Gedanken doch auch ein wenig traurig.

In diesem Sinne
Die kleinen Dinge die zählen

Have a nice day
24.11.06 12:45


Veränderung

In einem Forum in dem ich früher viel geschrieben habe und mittlerweile nur noch mitlese habe ich Gedanken zur Veränderung gefunden.

Wie sehr habe ich mich doch im Laufe des letzten Jahres verändert. Vor einem Jahr war die Welt noch in Ordnung, so glaubte ich. Die Planung für einen Dänemark Urlaub mit einer befreundeten Familie lief auf Hochtouren, ein Haus war bereits gebucht. Es war ein Klasse Haus, Whirlpool, Sauna, gemütliche Sitzecke, großer Esstisch, nur zwei Kilometer vom Strand entfernt. Aber soweit kam es ja nie. In einem Monat und sechs Tagen machte er Schluss. Nachdem ich herausgefunden hatte, dass er sich nur noch wie mein Pfleger fühlt. Sich nur nicht von mir trennt, weil er Angst hat, dass ich einen erneuten Suizidversuch starte. Für wie toll hielt der sich eigentlich? Wenn mir etwas bewusst war und ist, dass sich Selbstmord wg eines Typen NIEMALS lohnt. So toll ist kein Kerl.
Natürlich war ich fix und fertig mit der Welt, zerschlug sich doch alles was ich mir an Zukunftsplänen gemacht hatte. Die wir im Laufe des Jahres gemacht hatten. Plötzlich war alles wieder offen. Schnell war für mich klar, dass ich nun studieren gehe. Ein lang gehegter, aber auch lang verdrängter Wunsch. Mir wurde immer mehr und mehr klar, dass ich in dem Beruf, den ich erlernt hatte nicht arbeiten wollte. Ich mich unterfordert fühlte, es mir darum keinen oder nur wenig Spaß machte. Auch merkte ich, dass er mich immer nur behindert hat. Er MIR ein Klotz am Bein war. Ich meine Wünsche und Vorstellungen ihm zu Liebe immer hinten an gestellt habe. Nie wieder werde ich das tun.
Ich habe meinen beiden besten Freunde gefunden. Zwei Menschen, die mir viel Zuversicht geben. Und ich hoffe ich kann ihnen das zurück geben. Irgendwann.

Ich habe meine Ausbildung beendet und bin studieren gegangen. Habe viele nette Leute kennen gelernt, aus denen einige Freunde werden können. Ich habe einen netten Jungen kennen gelernt. Leider ist es schon wieder zu Ende, aber die Welt dreht sich weiter und es tuen sich immer wieder neue Möglichkeiten auf. Für mich habe ich aus dieser "Beziehung" gelernt, dass ich noch immer nicht soweit bin. Es mir mehr darum geht nicht allein zu sein. Es ging weniger um ihn. Zu der Therapeutin, die ich einmal die Woche treffe, sagte ich "Es ist weniger das Gefühl von ihm verlassen zu werden, sondern vielmehr der Verlust von Nähe und Freundschaft. Er ist austauschbar, variabel. Es geht nicht um ihn." Noch bevor er mit mir Schluss machte, war ich mir unsicher darüber ob diese Verbindung Sinn hat. So langsam merkte ich, dass es mir um die Gegenwart von jemandem ging, nicht um ihn. Natürlich mochte ich ihn. Er ist ein sehr lieber, liebenswerter Mensch. Und ich hoffe für ihn, dass er irgendwann eine Partnerin findet, die ihn verdient. Aber das bin nicht ich.

Ich will vorerst für mich sein, mich kennen lernen und meinen Weg finden. Ich will das Leben genießen und Spaß haben. Ich will mein Leben leben.

So und nun muss ich gesund werden, weil ich am Wochenende einen alten Freund besuchen fahre. Mein Ex unterstellte mir damals eine Affäre mit ihm. Mal sehen was daraus wird.

In diesem Sinne begebe ich mich ins Bett zum gesund werden

Good Night and Good Luck

"Ich bin verändert" (Rosenstolz)

Ich bin verändert, irgendwie
Hab ich aufgehört nach Dir zu suchen
Ich schreck nicht mehr hoch
mitten in der Nacht
Ich wach nicht mehr auf
Denk Du stehst vor mir

Ich lauf, ich laufe weiter
Halt ich an bleib ich nur stehen
Und ich muss an Dir vorüber gehn
Ich muss an Dir vorüber gehen

Und ich bin anders, irgendwie
Hat damit angefangen
Das ich nur für mich denk
Ich mach das nicht bewußt
Doch es ging nicht mehr
Ob es besser ist, weiß ich hinterher

Ich lauf, ich laufe weiter
Halt ich an bleib ich nur stehn
Und ich muss an Dir vorüber gehn
Ich muss an Dir vorüber gehn

Ich hab aufgehört
Mir Deine Stimme zu denken
Deine Augen aus dem Sinn
Doch ich weiß noch wie sie waren
Ich hab aufgehört
Mir Deine Liebe zu denken
Ich hab aufgehört
Mir meine Liebe zu schenken

Ich bin verändert
irgendwie

22.11.06 22:24


Ein Freund von früher

In der letzten Nacht habe ich von einem alten Bekannten geträumt. Dereinst hat mein Ex mir eine Affäre mit ihm unterstellt, nur weil wir mal zusammen nen Joint geraucht haben *kopfschüttel* als ob man dann gleich übereinander herfallen würde. Auf jeden Fall habe ich von ihm geträumt.
Zuerst fuhren wir mit einem Taxi zu einem Restaurant und aßen dort. Es war sehr lustig, wir haben uns gegenseitig erzählt was wir die letzten Jahre gemacht haben. Anschließend ging es wieder im Taxi weiter zum Flughafen. Diesmal jedoch jeder getrennt. Er fuhr mit einer dunkelhäutigen schönen Frau, ich allein. Ich ließ prompt meine Handtasche im Taxi liegen, in der Tasche befanden sich jedoch unsere Pässe und Reiseunterlagen. Voller Panik rief ich bei der Taxigesellschaft an und glücklicherweise hat die Fahrerin die Tasche gefunden und brachte sie mir zum Flughafen.
Wir saßen alle in einer Reihe, ich beschäftigte mich mit meinem Laptop und bearbeitete einen Geschäftsbericht, T widmete sich der Schönen.
Wohin wir flogen weiß ich nicht mehr, ich hatte jedenfalls ein großes Appartment, hell, großzügig, licht durchflutet. Die meiste Zeit verbrachte ich hinter dem Schreibtisch und arbeitete. Irgendwann kam T in mein Zimmer. Ich fragte ihn nach seiner Schönen, doch die war bereits am Ankunftstag wieder abgereist, weil sie wollte und er nicht. Ich blickte ihn wohl sehr fragend an, denn T ist eigentlich als Frauenheld bekannt und lässt eigentlich keine Chance ungenutzt. Besonders nicht bei einer so schönen Frau. Er sagte mir dann, dass er einfach nicht konnte, wenn er wisse, dass ich nebenan bin und arbeite. Er habe das Vergnügen und ich die Arbeit. Dabei hat er meinem Angebot mitzufliegen nur angenommen, weil er mal wieder Zeit mit mir verbringen wollte. Wie in guten alten Zeiten auf dem Bett liegen, über schwachsinnige Dinge sinnieren und kaputt lachen. Irgendwann nebeneinander einschlafen und sich freuen wenn der andere noch da ist beim aufwachen. Er schaute mich mit dem Blick an, den nur er drauf hat, zum dahinschmelzen. "Zwischen uns war nie mehr als der Wangenkuss zur Begrüßung und mein an dich kuscheln beim Einschlafen. Jetzt bist du frei.." Den Rest liess er offen. Er überredete mich meine Arbeit liegen zu lassen und nahm mich bei der Hand. Wir setzten uns auf den Balkon, die Sonne schickte ihre warmen Strahlen über unsere Haut.
Während wir uns unterhielten, hielt er die ganze Zeit meine Hand und streichelte sie. Wir redeten bis es dunkel wurde und die Nacht ihr funkelndes Tuch über den Himmel legte. Er merkte, dass mir kalt wurde und zog mich in seine Arme, unsere Gesichter waren sich ganz nah. Er schaute mir tief in die Augen und lächelte. Dann gingen wir hinein. Ich kuschelte mich unter eine Decke und er lag lächelnd neben mir, mich betrachtend und anschauend. Er rutschte nah an mich und seine Hand suchte einen Weg unter meine Decke und streichelte mir über den Rücken. Unsere Gesichter waren nur wenige Zentimeter von einander entfernt und ich spürte seinen warmen Atem auf meinen Wangen. Fast unhörbar flüsterte er "Das wollte ich schon immer tun" und küsste mich. Sanft berührten seine Lippen die meinen. Ich spürte wie er mich an sich zog. Eng umschlungen lagen wir da und küssten uns. Genossen die Nähe des anderen. Meine Hand erforschte seinen Körper.
Wer nun hofft, dass mehr geschehen ist, das wird nicht verraten. Es war aber ein schöner Traum und ich bin gut erholt aufgewacht.

In einem anderen Traum, den ich heute morgen auch hatte, habe ich mit M dagesessen und wir haben über selbstzerstörerisches Verhalten gesprochen. Er hielt meinen linken Arm und schaute mich fragend an "Du kanalisierst das falsch!"
Heute morgen unter der Dusche stellte ich fest, dass mein linker Arm völlig zerkratzt ist. Gestern waren die noch nicht da und ich wüßte nicht woher die Kratzer kommen könnten. Auf alle Fälle war es keine Absicht.

Es geht mir gut an diesem Tage.
Lieben Gruß
S.A.T.
21.11.06 10:12


Freundschaften

Freundschaften sind etwas besonderes im Leben. Meist gibt es nicht viele Menschen, die man zu seinen Freunden zählt. Oft sind es nicht einmal Leute, mit denen man täglich zu tun hat. Freunde kann man eine lange Zeit nicht gesehen haben und es ist wie gestern wenn man sich trifft. Freunde nehmen es einem nicht übel, wenn man sie des Nachts anruft und mit seinen Problemen vollmüllt. Freunde sind einfach da.
Umso trauriger ist es wenn man einen solchen Freund verliert. Verliert weil dieser Freund einen zutiefst kränkt und beleidigt. Wahrscheinlich hat er dies nicht einmal mit Absicht getan, aber er ist schon so oft auf meinen Gefühlen herumgetrampelt. Hat mich bereits so oft verletzt.
Er war oft für mich da, hat mich angerufen wenn es mir nicht gut ging, mich an seinem merkwürdigen Leben teilhaben lassen. Hat mich aufgemuntert. Mich einmal von einem dummen Gedanken abgebracht.
Aber ich muss mich nicht von ihm als inkompetent und dumm hinstellen lassen, als jemand der von nichts eine Ahnung hat. Er bat mich darum in einem php-Skript nach einem Fehler zu schauen. Das Skript hat er aus einem anderen Skript zusammen kopiert, nun lief seine Kopie nicht. Ich solle schauen warum nicht. Und zwar zackig und sofort. Ich entdeckte keinen Syntaxfehler und sagte ihm dies. Ich solle ja nicht nach Syntaxfehlern schauen, sondern sein Skript mit dem Original vergleichen, es sei dazu gesagt, dass ich das eine Skript zwar öffnen konnte, es danach aber völlig kryptisch war, weil sein Editor irgendwelchen Steuerzeichen reinpflanzt. Das Original ist ja auch "nur" knappe 1650 Zeilen lang, ist zwar gut dokumentiert, aber dennoch dauert es eine Zeit sich darin einzulesen. Eine Arbeit, die ich ehrlich gesagt nicht gewillt bin zu machen. Wahrscheinlich werden in seinen kopierten Teilen Variablen genutzt, die im Skript irgendwo vorher definiert wurde. Auf die schnelle (gute halbe Stunde habe ich verglichen) habe ich nichts gefunden, als ich ihn fragte was er denn vorhabe, wurde er pampig und meinte, ich sei doch eh unfähig dazu. Frauen können sowas eh nicht. Er habe sich noch nie so in jemandem getäuscht. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Er ist sofort eingeschnappt, wird schnell unhöflich wenn ihm was nicht passt. Man hat das Gefühl ein rohes Ei auf einem Kochlöffel zu balancieren.
Aber diese Kraft habe ich nicht. Darum lege ich diese Freundschaft vorerst auf Eis.

Und ansonsten?
Ich hab wieder Kontakt zu einem Exfreund von mir. Er ist jetzt in Karlsruhe, will seinen Doktor in Physik machen und hat für seine Diplomarbeit einen Preis verliehen bekommen. Wenn alles klappt treffen wir uns vielleicht die Weihnachtstage mal in C zum Quatschen. Er ist immer noch so verrückt wie früher und sagt er sei mir irgendwie verfallen, er wolle nix von mir, käme aber auch nicht los *kopfschüttel* Hinzu sei gesagt, der Gute hat in diesem Jahr seine langjährige Freundin geheiratet. Hab mich wirklich gefreut für ihn. Habe ein Bild von ihm gesehen, er sieht immer noch so aus wie vor sechs, sieben Jahren, als wir uns das letzte Mal sahen.

Ansonsten entwickeln sich meine "sozialen" Kontakte hier gut. Bin ein wenig skeptisch ob das wirklich klappt, dass ich neue Leute kennen lerne und die mich mögen, ein Großteil kennt das was früher los war nicht und das möchte ich eigentlich auch so halten. Ich habe es wenigen erzählt und ich habe das Gefühl diese Menschen gehen deswegen auf Abstand zu mir.

Zu meinem letzten Eintrag:
Einer dieser Menschen, von denen ich denke, er gehöre zu den erst genannten, bezog sich auf diesen Teil meines blogs: "Diese Menschen sehen ihre Leistungen als schlecht an, sind nicht stolz auf das was sie getan haben, sie legen ihre Meßlatte so hoch, dass sie nur mit größten Anstrengungen diese erreichen und selbst dann ist es nicht gut, weil sie sich viel zu sehr dafür angestrengt haben." Und sagte er würde dies auch so machen und ich würde das nur falsch kanalisieren.
Wahrscheinlich hat er damit recht. Und in seinen Augen sieht das womöglich alles so leicht aus. Denk doch einfach nicht darüber nach, glaub doch nicht, dass das alles schlecht ist, tu doch einfach was.
Einfach. Sich mit dem zufrieden geben was man geleistet hat. Sich nicht das unmögliche abverlangen. Im Grunde genommen weiß ich das doch alles. Aber dennoch bin ich wie gelähmt. Schaffe es nicht.
Meine Therapeutin bei der PSB ist begeister wieviel ich selbst erkenne, wie gut ich mitarbeite. Es ist ja auch nicht meine erste Therapie, nicht das erste Mal, dass ich wg solcher Dinge mit mir hadere. Doch was sagt man zu jemandem, der eine Arbeit mit 115% schreibt und sich nicht freut?

Meine Aufgabe für diese Woche: Teile deinen Tag ein und überlege dir wieviel Zeit du für welche Aufgaben benötigen willst. Stoppe dann und beende es. Lege das Symbol deines schlechten Gewissens zur Seite und außer Sichtweite. Dann tue jeden Tag etwas für dich. Achte mehr auf dich selbst.

Ich werd jetzt mein Motto Plakat für die Woche über die Klum kleben und es mir nochmal gut anschauen. Und dann wahrscheinlich eine Stunde arbeiten. So wie ich es mir für diesen Tag noch vorgenommen hatte und es nicht schaffte.

In diesem Sinne
Schafft noch schön

Good Night and Good Luck
20.11.06 23:05


Sich selbst annehmen

Es gibt Menschen, die nehmen sich so an wie sie sind. Die denken nicht viel über sich nach, höchstens darüber, dass sie trockene Haut haben oder ob sie ihre Freundin im Bett wirklich befriedigen. Ansonsten drehen sich ihre Gedanken um Projekte, um die nächste Party, darum was sie im Vollsuff möglicherweise geschrieben oder getan haben.
Leider gibt es aber auch Menschen, die sich nicht so annehmen, wie sie sind. Deren Gedanken drehen sich darum drehen, ob es richtig ist was sie tun, wie ihre Mitmenschen über sie denken, wie sie möglichst gut nicht auffallen, wie sie möglichst gut den Erwartungen entsprechen, die die anderen Menschen an sie haben (könnten). Diese Menschen sehen ihre Leistungen als schlecht an, sind nicht stolz auf das was sie getan haben, sie legen ihre Meßlatte so hoch, dass sie nur mit größten Anstrengungen diese erreichen und selbst dann ist es nicht gut, weil sie sich viel zu sehr dafür angestrengt haben. Es müsste ihnen leichter fallen so denken sie. Oftmals geben sie auf bevor sie überhaupt begonnen haben. Beginnen mit ihren Aufgaben nicht. Verstecken sich hinter glaubhaften Ausreden und fühlen sich somit doppelt schlecht.
Oftmals haben diese Menschen Probleme mit dem Allein sein. Sie wissen nicht was sie tun sollen, fühlen sich hilflos, fühlen sich sich selbst ausgeliefert. Sie können ihre Gedanken nicht auf jemanden anders richten, können sich nicht um jemanden anders kümmern. Nun stehen sie im Mittelpunkt der eigenen Aufmerksamkeit, ein nie gewollter Zustand. Diese Menschen ziehen sich selbst herunter, in dem sie über ihre (angeblich) schlechten Leistungen urteilen oder indem sie sich Vorhaltungen machen weshalb sie eine Aufgabe nicht erledigt haben, wieso sie dann auch noch eine Ausrede gebraucht haben um ihre Unfähigkeit zu vertuschen.
Diese Menschen sind so sehr von sich selbst nicht überzeugt, dass sie Gründe von außen brauchen um Leistung zu erbringen. Sie müssen ihre Leistung von anderen abhängig machen, weil sie so Leistung erbringen müssen. Der andere soll ja nicht enttäuscht werden. Sie brauchen die anderen um sich nicht mit sich selbst auseinander setzen zu müssen. Sie unterstellen den anderen hohe Erwartungen und setzen alles daran diese unterstellten Erwartungen noch zu übertreffen. Sei es durch Sauberkeit, durch Lernerfolge, durch was auch immer. Alles nur um dem zu entsprechen was möglicherweise an Erwartungen vorhanden ist.
Manchmal schimmert ein kleiner Streifen wahrer Selbsterkenntnis durch, manchmal glauben sie wirklich an sich selbst, manchmal ist ihr Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, ihre Selbstachtung nicht nur gespielt. Dann merken, wissen sie selbst was sie sind, sein könnten. Ein Gefühl als ob die Sonne aufgehen würde.
Sie wissen plötzlich ich kann all dies, ich muss es nur tun. Ich bin ein wirklich außergewöhnlicher Mensch, ich bin wirklich klug, ich sehe wirklich gut aus. In diesen Momenten haben diese Menschen eine solche Ausstrahlung, dass sie ganze Sääle in ihren Bann schlagen können, sie alles bewirken können.
Doch dann kommen die Wolken, verdecken all diese Möglichkeiten, diese Wahrheiten. Die Zweifel und die Ungläugibkeit sind wieder da. Nur eines hat sich verändert in diesem Moment des Erkennens, die Meßlatte und die Erwartungen an sich selbst. Denn genau so muss man immer sein.

In diesem Sinne lege ich die Messlatte für mich heute weit hinunter. Werde stolz darauf sein zur VL zu gehen, gewisse Personen nicht anzuschreiben. Werde ein paar Emails schreiben, darauf hoffen den Keks in der Mensa zu treffen.

Und nun werde ich stimmlos die Biege machen.

Have a nice day
20.11.06 09:06


Was sich gehört..

Was gehört sich, was gehört sich nicht? Wo hört der Spaß auf, wo fängt der schlechte Ruf an? Was ist als Frau erlaubt, was nicht?

Wie ich auf diese Fragen komme?
Ich will Spaß haben, will Jungs um den Finger wickeln, will knutschen, aber ich will keine Beziehung. Darf man das als Frau? Oder hat man dann gleich einen schlechten Ruf?

Auf der letzten FH Party hab ich mit meinem Ex rumgeknutscht. Wir waren beide ziemlich betrunken und ich wollt meinen Spaß. Ich hätte auch mehr Spaß gewollt, aber die Mädels wollten nach Hause und gewisser Ex vom Erdboden verschwunden. War wohl auch besser so, denn ich muss zugeben ich weiß nicht mehr wie ich wirklich nach Haus gekommen bin. Ans ins Auto steigen kann ich mich noch erinnern und das nächste ist dann als ich um halb 10 aufwachte. Wie ich später feststellte war ich noch im Internet, hab meine Kontaktlinsen rausgenommen, meine Kleidung ordentlich(!) zusammen gelegt. Ich war richtig aktiv.

Nun ja, besagtem Ex tat/tut es leid, dass er plötzlich weg war. Wie er sagte hat er den Weg zurück nicht gefunden.. Männer und Alkohol. Da fallen sie gänzlich aus. Im Nachhinein bin ich froh, dass er weg war, denn so konnte nix passieren, was man im Nachhinein vielleicht bereut hätte.

Warum hat man als Frau nur solche Gewissensbisse sich zu nehmen was man will? Warum kümmert man sich so sehr darum, dass man einen guten Ruf hat? Und wie lange sollte man warten, bis man sich einen neuen Freund sucht? Gibt es da eine Wartezeit? Und wie lange sollte Frau dann warten bis zum ersten Kuss, bis zum ersten Mal? Ohne leicht zu haben oder frigide zu wirken?

Fragen über Fragen, die sich hauptsächlich darum kümmern, wie man die Fassade nach außen hin gestalten sollte.

18.11.06 12:06


Heimat

Vorhin fragte mich jemand, was ist deine Heimat, was dein zu Hause?

Meine Heimat ist das Meer. Es ist Heimat, weil ich es liebe, den Strand, die unwahrscheinlich frische Luft, das Salz auf der Haut nachdem man Stunden am Wasser entlanggelaufen ist, den Duft von Wasser, von Tang, von Sand. Es ist ein Gefühl. Heimat ist ein Gefühl.

Zu Hause. Mein zu Hause. Ich denke ich bin grad dabei mein erstes richtiges zu Hause zu finden. Es mir aufzubauen. Mir einzurichten. Als ich bei meinen Eltern auszog und bei meinem Ex ein, da dauerte es bis ich mit zu Hause nicht mehr mein Elternhaus meinte. Dort wo ich wohnte war jedoch auch nie wirklich mein zu Hause. Es war immer sein Haus. Ich war immer nur Gast. So fühle ich mich jedenfalls. Jetzt wohne ich seit knapp zwei Monaten allein und es ist mehr zu Hause als sein Haus es jemals war. Diese kleine Wohnung, die ich mir auch noch teile, ich bin gern dort. Sie ist gemütlich, sie ist mit viel Liebe eingerichtet. Sie ist so wie ich es mir vorgestellt habe.
Ich hätte auch in ein anderes Zimmer ziehen können, direkt am Bahnhof, genauso groß, um einiges günstiger. Ich würde wesentlich zentraler wohnen, wäre näher bei vielen Menschen, die ich mittlerweile kennen gelernt habe. Aber ich wollte genau diese beiden Zimmer. Nicht nur ich fühle mich dort wohl. Auch die Mädels die mich bereits besucht haben.

C wird immer meine Heimat bleiben. Mit dem Meer, dem Strand. Aber mein zu Hause wird es nie wieder.

In diesem Sinne Grüße aus der Heimat

Good Night and Good Luck
17.11.06 21:43


Nacht

Seit langem habe ich nicht mehr so schlecht geschlafen. Ich weiß nicht wie oft ich wach war, es war jedenfalls nicht mehr schön. Entsprechend gerädert fühle ich mich.
Die Unterlagen für die heutigen Vorlesungen konnte ich nicht öffnen, warum auch immer. Blödes Datenlaufwerk. Also alles in der FH kopieren. Ich habe jetzt schon keine Lust mehr.
Meine Träume waren heute kubisch. Ich befand mich in einem Kubus. Ohne Fenster. Ohne Türen. Für jemanden der sich in geschlossenen Räumen ohne die Möglichkeit herauszukommen unwohl fühlt nicht so angenehm.

Ich muss los. Bis später
15.11.06 07:03


Phantasie

Es ist Nacht.
Kein Mond. Keine Sterne.
Schwarze Nacht.
Kein Wind.
Eine lange leere Straße.
Eine einzige Laterne streut ihr Licht.
Du gehst die Straße entlang. Dir fröstelts. Du schaust dich um. Du bist allein. Ein ungutes Gefühl beschleicht dich.
Deine Schritte beschleunigen sich. Immer wieder schaust du nach hinten. Kälte kriecht dir über den Rücken.
Du hörst etwas. Bleibst stehen. Nichts. Du läufst weiter. Wieder dies Geräusch. Sobald du stehen bleibst ist es still. Totenstill.
Angst umfängt dich. Du rennst.
Du hörst Schritte. Lauten Atem. Du rennst schneller. Wirfst einen Blick über deine Schulter. Nichts. Du rennst weiter. Immer wieder schaust du. Immer näher kommen die Schritte. Du meinst feuchten kalten Atem in deinem Nacken zu spüren. Doch es ist niemand da.
Du rennst weiter.

Plötzlich reisst es dich um. Du fällst. Schmeckst Blut. Hart trifft dich etwas in den Rippen. Du krümmst dich. Schreist. Ein Tritt in deinen Rücken. Jemand lacht. Laut. Hoch. Kreischend. "Schrei nur! Schrei! Es wird dich niemand hören!" Tritt dich immer wieder. Wenn du versuchst ein Blick darauf zu erhaschen ist es fort. Du spürst die Tritte. Schmeckst das Blut. Hörst das Brechen deiner Knochen. Das Knirschen bei jedem weiteren Tritt. Spürst wie sie sich gegeneinander verschieben.
Jemand packt dich am Arm. Zerrt dich hinter sich her. Fesselt dich. Du genießt die Minuten ohne Tritte. Genießt die abebbenden Schmerzen. Dein Kopf fällt auf deine Brust. Hörst nur das Rauschen deines eigenen Blutes.
Wieder hörst du die Schritte. Du versuchst deine Augen zu öffnen. Du siehst nicht. Rot umschleiert nur den fernen Schein der Straßenlaterne.
Wieder das Lachen. "Da liegst du nun. Liegst in deinem eigenen Blut. Spürst du die Schmerzen. Spürst du sie?" Die Stimme tanzt um deinen Kopf. Lacht.
Eine Hand umfasst dein Kinn, reisst deinen Kopf hoch. "Sieh mich an." Du spürst feuchten Atem in deinem Gesicht. "Los! SIEH MICH AN!" Mühsam öffnest du deine Augen.
Doch niemand ist da.
15.11.06 00:05


Männer

Versteh einer die o.g. Wesen.
Da versteht man sich. Man lacht miteinander, man kocht miteinander, man führt lange Gespräche über all mögliche Themen, man versteht sich auf vielerlei Ebenen.
Und dann denkt das o.g. Wesen nach.
Denkt an die Zukunft.
Denkt an das was das gegensätzliche Wesen zum o.g. gesagt hat.
Denkt an mögliche Gefühle und Empfindungen, ob vorhanden oder nicht.
Denkt an Vergangenheiten.
Denkt an Bewältigung dieser.

O.g. Wesen kombiniert die Faktoren dieser verschiedenen Überlegungen.

O.g. Wesen kommt zu einem Entschluss. Und das Wort Entschluss beinhaltet ebendiesen. Es ist Schluss.
Mittels vielerlei Wortakrobatik und noch mehr Andeutungen und wesentlich mehr Folgerungen versucht o.g. Wesen, dem gegensätzlichen Wesen nun seinen Entschluss mitzuteilen. Das gegensätzliche Wesen ist verletzt. Versteht die Welt nicht mehr, da vor nur wenigen Stunden die Welt noch in Ordnung war.

Doch was war nun das Ausschlaggebende, was die Begründung für diesen Schlussstrich?

O.g. Wesen führte an, gegensätzliches Wesens Reaktionen darauf:

1)Ich glaube nicht, dass du mir die gleichen Gefühle entgegenbringen kannst, wie ich sie dir entgegenbringe.

Reaktion 1)o_O "Ah ja, klar." Auf Seiten des gegensätzlichen Wesens. Gefühle müssen doch wachsen und o.g. Wesen hat nie gefragt was das gegensätzliche Wesen ihm gegenüber fühlt. Nur weil gegensätzliches Wesen eine Trennung nach sechs Jahren Beziehung hinter sich hat, einer Beziehung, die eigentlich schon Jahre zuvor hätte beendet werden müssen, sich aber weder das gegensätzliche Wesen noch sein damaliger Partner sich dies trauten. Gegensätzliches Wesen war eigentlich grad dabei sich gefühlsmäßig sehr auf o.g. Wesen einzulassen. War grad dabei ihm ein Bild vom Herzen des gegensätzlichen Wesens zu malen. Ein Geschenk das es dachte nicht so schnell machen zu können. Gegensätzliches Wesen hatte dem o.g. Wesen schon einen Platz gegeben.

2) Ich möchte dir nicht weh tun. Nicht nachdem was du schon alles hinter dir hast.

Reaktion 2) Fragezeichen über dem Kopf des gegensätzlichen Wesens. "HALLO? Und was ist das jetzt? Streicheleinheiten?" Gegensätzliches Wesen versteht die Welt nicht mehr. Klar, es hat einiges hinter sich. Aber ihm gehts gut. Es träumt manchmal Dinge, weil sich sein Unterbewusstsein meldet, es daran erinnert vorsichtig zu sein. Aber gegensätzliches Wesen war vorsichtig. Schaute sich o.g. Wesen genau an. Nannte ihm seine Zweifel. Und die Antworten beruhigten gegensätzliches Wesen. Es glaubte, dass o.g. Wesen es gut mit ihm meint. Ihm ein guter Freund sein wird.

3) Im nächsten Jahr ziehe ich hier weg. Dann müssen wir uns trennen. Dann ist es eh vorbei.

Reaktion 3) Fassungslosigkeit. Entsetzen. Sprachlosigkeit. Gegensätzliches Wesen weiß nicht mehr wo oben, wo unten ist. Das ist doch noch eine lange Zeit hin. Wer weiß was in dieser Zeit geschehen wäre. Wer weiß wie man die Distanz hätte überwinden können. Im nächsten Jahr sind es für das gegensätzliche Wesen auch nur noch 2,5 Jahre, davon einige Zeit im Praktikum. Zeit vergeht so schnell.

Resümee des o.g. Wesens:

Eine Beziehung hat keine Chance. Ein Jahr früher wäre es perfekt gewesen ("Nur was wäre vor einem Jahr anders gewesen? Die Ausgangslage ist doch die gleiche", denkt sich das gegensätzliche Wesen).

Resümee/Meinung des gegensätzlichen Wesens:

Die angeführten Gründe des o.g. Wesens sind rein rational, als ob es kein Herz hat, das etwas dazu sagen könnte oder keinen Bauch. Hat das o.g. Wesen denn sein Herz und seinen Bauch dazu befragt?
Das gegensätzliche Wesen glaubt, dass o.g. Wesen
a) Angst vor einer Beziehung mit gegensätzlichem Wesen hat
b) Probleme mit den Problemen des gegensätzlichen Wesens hat. Es diese Probleme nicht versteht, weil es glücklicherweise keinen Kontakt zu solchen Problemen hat.
c) selbst nicht weiß was es will.

Das gegensätzliche Wesen hätte die Beziehung zum o.g. Wesen gern weiter geführt, gern vertieft.
Und auch wenn alle Freunde des gegensätzlichen Wesens ihm raten jeglichen Kontakt zu o.g. Wesen abzubrechen, wird es versuchen diesen zu halten und auch gern wieder weiter auszubauen. Gern auch auf das Vorherige.

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Ich kann dir nur die Hand reichen und sagen "Schwamm über die letzten gut 48 Stunden. Ich verstehe deine Zweifel, deine Gründe. Aber ich denke sie stehen alle auf tönernen Füßen, sind provisorisch zusammen gezimmert. Aber ich werd deine Entscheidung respektieren, jedoch wohl nie so ganz verstehen."

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Das gegensätzliche Wesen wird sich nun einen Tee kochen und damit beginnen die Nacht des Donnerstages zu planen.

In diesem Sinne

Good Night and Good Luck
14.11.06 20:36


Nach einer Nacht

Eine Freundin schrieb mir heute..

"Weißt Du, Deine Träume zeigen mir ganz klar, dass Dein Unterbewusstsein mit Deinem Bewusstsein kämpft. Es will sich immer wieder dazwischen drängen, so redet es Dir Schuldgefühle ein. Die brauchst Du aber nicht zu haben.
Dein K. hat Dich immer aufgefangen. Deshalb hast Du ihn auch “geliebt”. Wahrscheinlich aber nur als Menschen und nicht als Partner für Dich.
So sieht es jedenfalls für mich aus, wenn ich Deine Zeilen lese.

Und der Unfug, dass Du ein schlechter Mensch bist usw., ist Deine Mutter nicht Dein K. der da zu Dir spricht. Du lebst in dem Moment nicht im Hier und Heute sondern in Deiner Kindheit, wenn Du das fühlst. Da Du aber momentan das Gefühl von Verlassenheit empfindet, schaltet sich das Unterbewusstsein ein, sagt “Da war doch mal was Ähnliches” usw. und prompt fühlst Du einen unglaublich großen, kaum zum aushaltenden Schmerz. Stimmts?

Lerne es zu unterscheiden, Triny. Darin wirst Du Dein Erlösung finden. Wie man das früher geschehene richtig verarbeitet und abschließt, kann ich Dir im Moment auch noch nicht sagen.
Vielleicht geht das nur, wenn man im Hier und Jetzt, sich selber annimmt und sich selber liebt."

In der Tat, als ich heute morgen aufwachte sagte ich mir "DU hast schon soviel Scheiße mitgemacht, du wirst daran nicht kaputt gehen." Der Schmerz in mir IST unglaublich groß, unglaublich übermächtigt. Aber nicht ER ist derjenige, der diesen Schmerz verursacht. Das liegt tiefer. Wir kennen uns kaum, haben nur wenig Zeit miteinander verbracht (und der Schmerz ist zu groß für diese wenige Zeit) uns noch nicht einmal richtig kennen gelernt.

Es ist weniger der Verlust. Vielmehr ein Gefühl von Verraten sein. Im Stich gelassen. Und selbst da spielt die Vergangenheit rein.

Er sagte gestern. "Du bist eine Klasse Frau, du wirst einen klasse Mann finden." Ich denke ich lasse das mit dem Finden. Hake das Thema Mann fürs erste ab. Auch das Thema Freund. Ich konzentriere mich aufs Studium. Auf meine Aufgaben. Such mir einen Job und das war es. Keine Zeitverschwendung mehr wg irgendwem.

In diesem Sinne
Have a nice day

(aber trotz dieser Erkenntnisse tut es weh)



Davon träumte ich von diesem Lied immer und immer wieder sang ich es und wurde mir vorgesungen

Weißt du, wieviel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt? Weißt du, wieviel Wolken gehen weithin über alle Welt? Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl.

Weißt du, wieviel Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut, wieviel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut? Gott der Herr rief sie mit Namen, dass sie all ins Leben kamen, dass sie nun so fröhlich sind, dass sie nun so fröhlich sind.

Weißt du, wieviel Kinder frühe, stehn aus ihren Bettlein auf, dass sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen, kennt auch dich und hat dich lieb, kennt auch dich und hat dich lieb.
13.11.06 07:20


und an manchen tagen, da zeigt einem das schicksal den mittelfinger

und an manchen tagen, da zeigt einem das schicksal den mittelfinger. kam ich noch frohen mutes nach hause endlich jemanden gefunden zuhaben bei dem ich mich wohl fühle. wo ich mich öffnen kann. und jetzt. jetzt ist es vorbei. aus. vorbei. keine chance. weil er keine zukunft sieht. hoffnungslos. er hat mich lieb. findet ich bin eine tolle frau. findet mich klasse, gutaussehend. aber er findet es unsinnig sich mit vollen kräften in eine beziehung zu stürzen, wenn das ende absehbar ist.
auch einwände wie "wenn es so weit ist findet sich ein weg" bringen nichts. wahrscheinlich geht er jetzt schlafen. ich kann nicht schlafen. bin aufgewühlt. hab mich doch bereits mehr auf ihn eingelassen als ich es gedacht hatte. verdammt tut das weh.

gute nacht.

warum fängt man auch nur wieder was an? die strafe folgt auf dem fuß
13.11.06 02:07


Ich möchte..

ich möchte mich mal wieder anlehnen können.
möchte das sich die welt nur für eine sekunde um mich dreht.
möchte das leben mal lieben.
möchte mal unbeschwert sein.
möchte mich mal so nehmen wie ich bin.
möchte mir nicht ständig gedanken über mich und das was ich tue machen.
möchte mich geliebt fühlen.
möchte für irgendwen der wichtigste mensch sein.
möchte mal wieder an den strand gehen.
möchte nichts heucheln.
möchte nichts vorspielen.
möchte ernst genommen werden.
möchte verstanden werden.

ich möchte einfach nur ein normales durchschnittsleben führen.

ist das denn zuviel verlangt?

so und jetzt schiess ich mich mit baileys ab

in diesem sinne
good night and good luck
12.11.06 23:34


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