Unzensiertes Ich
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Abschied

Stille herrscht in den Hallen der geeinigten Neutralen Reiche. Nur unterbrochen von den lauten Donnerschlägen des draußen wütenden Gewitters. Alle Herrscher der Reiche sind eingetroffen um die letzten Worte der Lady Trinyty zu hören. Um das zu Erfassen, was als Unmöglich galt.
Mit starrer Miene und starrem Blick erhebt sich Lady Trinyty von ihrem Platz. Ein gleißender Blitz erhellt den von Fackeln und Kerzen beleuchteten Saal. Gespenstisch blass erscheint die Herrscherin. Mit leiser, aber klarer Stimmt beginnt Sie ihre Rede.
„Liebe Neutrale, meine Freunde, meine Wegbegleiter. Selbst für mich ist es noch kaum fassbar, ich kann es selbst nicht glauben. Unter dem Vorwand mein Reich zu vergrößern habe ich gestern meine Welten dem Reich der Neutralen ausgegliedert.
In den letzten Tagen mussten Entscheidungen getroffen werden, die weit reichender waren als ich es Euch sagen kann. Nicht meine Motive oder Überzeugungen zwingen mich euch zu verlassen, sondern ein Fehler, den ich nun versuche wieder gut zu machen. Meine Amtsgeschäfte werde ich fürs erste an eine Person meines Vertrauens weiter geben, bis sich jemand als Innenminister erweist. In meinem Herzen werde ich für immer Neutral sein, auch wenn auf meiner Brust ein [Q] stehen wird.“ Ein weiterer Donnerschlag lässt alle zusammenfahren, der direkt darauf folgende Blitz lässt die Träne auf der Wange der Lady glitzern. „Ich werde Euch nie vergessen, das Vertrauen, das ihr in mich gesetzt habt, die schöne Zeit die wir miteinander verbracht haben.“ Noch eine Weile steht sie da, blickt in die Gesichter ihrer Freunde. „Danke für alles.“ Leise und rasch verlässt Lady Trinyty die Hallen und den Schutz der Neutralen.
10.5.06 20:16


Tod und Geburt eines Volkes

Dunkelheit, nur das Flackern der Flammen zeugt davon das vor kurzem noch etwas war. In mitten der Flammen steht sie. Einsam und voller Hass.
Ihr langer Mantel, übersät mit Orden und Abzeichen für viele Einsätze und erfolgreiche Verhandlungen, flattert im Wind. Langsam züngeln die Flammen an ihm empor. Mit einer raschen Bewegung öffnet sie die Schnalle und wirft ihn in die Flammen. In einer großen Stichflamme nähren sich die Flammen an ihm und verenden. Sie kniet nieder, nimmt die heissen Klumpen aus Gold, Silber und Edelsteinen und betrachtet sie. "Einst war ich stolz auf euch, habe mich geehrt gefühlt euch zu tragen, doch diese Zeit ist vorbei. Es ist eine andere Zeit angebrochen, ihr bedeutet mir nichts mehr." Mit einer ausholenden Geste schleudert sie sie hinfort.

Allein in ihrer Silbernen Rüstung steht sie im aufbrausenden Sturm. Streckt dem Wind das Gesicht entgegen und brüllt all ihren Schmerz in die Nacht hinaus. Immer höher schlagen die Flammen und umschließen sie nun gänzlich. Verbrennen alles Leben in ihren Welten, verbrennen alles was von früheren Tagen zeugt. Tagespäter verlöschen die Flammen, verbrannte Erde, Einsamkeit und Tod zeugen von dem Krieg der hier stattgefunden haben muss. Doch noch immer steht sie aufrecht und stolz vor Ruinen, die einst eines der stolzesten Völker beherbergten. Ihre Silberne Rüstung nun tief schwarz, ihre Antlitz verhärtet. Sie nimmt eine handvoll verbrannter Erde auf, pustet darüber und spricht: "Einst lebte hier das ehrvollste und stolzeste Volk das je bekannt war. Helfend gegenüber jedem der nach Hilfe suchte, beratend für jeden der einen Rat brauchte. Nie wurde jemand abgewiesen, der eine schwere Last zu tragen hatte. Nie jemand hinfortgeschickt, der grad alles verloren hatte. Doch jede Ära geht zu Ende, das Licht ist gewichen, Dunkelheit ist hereingebrochen, schwere Zeiten liegen bevor. Lasst ein neues Volk der Krieger gründen." Als ob er ihren Worten gehorchte, trug der Wind die Erdkrumen davon und es erstand ein neues kriegerisches Volk aus der Arsche des Friedens.

Jahre sind vergangen.

Die Welten wieder belebt. Die Ruinen verschwunden, neue Gebäude erzählen vom Erfolg und Reichtum.
Wieder steht sie auf dem großen Platz im Herzen ihres Reiches:
"Mein Volk, auferstanden aus der Asche des Friedens, erstarkt durch die Kraft aus der Dunkelheit, höret mich. Lange haben wir auf diesen Tag gewartet. Haben darauf zu gearbeitet, haben Rückschläge und Niederlagen einstecken müssen. Doch das Warten hat nun ein Ende. Heute werden wir beweisen, dass wir ein dem Krieg geweihtes Volk sind. Folget mir nach und ihr werdet schon bald Ruhm und Ehre nach Hause bringen."

Nach ihren Worten brandet ein Gebrüll auf sie ein, dass sie kurz stolz Lächeln lässt. "Ziehet nun dahin meine Krieger und holt euch was euch gehört. Seid gesegnet von mir, eurer Herrscherin." - "Tod und Verderben dem Feind, lang lebe unsere Herrscherin" schallt es zu ihr empor.

Mit unbewegter Miene schaut sie auf ihr Volk hinab. Blickt auf die langen Reihen von Kriegern, die nun in ihren sicheren Tod zogen. "Kämpfet tapfer meine Krieger", flüstert sie leise, bevor sie sich umdreht um selbst ihren Platz auf dem Kommandostand einzunehmen.
10.5.06 20:05


Der Weg zum Krieg

Ein weiterer Tag ging zur Neige. Ein weiterer Tag der nur aus warten und beobachten Bestand. Rastlos schritt sie in ihrem quartier auf und ab. Karten und Berichte über mögliche Feindesstandorte in der Hand. Verärgert warf sie sie auf ihren Tisch.

"XENA!" laut donnerte ihre Stimme durch die Gänge der Lilith dem stolzesten Schiff ihrer Flotten. "Ja, was kann ich für sie tun" demütig den Kopf gesenkt steht die Dienerin in der Tür. "Bring mir die neusten Daten von der Brücke. Imperator Inuky sollte sie bereits geschickt haben." Den Blick ins All schweifen lassend wartet sie auf die Rückkehr. "Danke." - "Die Kommandanten sollen sich im großen Saal versammeln." Mit einer Handbewegung entlässt sie ihre Dienerin. Noch immer blickt sie hinaus in die Weite des Alls.

"Du gibst uns das Leben und du nimmst es uns. Du birgst Reichtum und Schönheit und dennoch bist du grausamer als die Geister des Lichts es je zu sein vermögen. Du hälst mich mit deinen Mysterien gefangen und lässt mich nach etwas suchen was ich nicht zu finden vermag. Wa.."

Leise klopft es an der Tür, dennoch schreckt sie zusammen, so tief ist sie in ihre Gedanken versunken. "JA!" Ihr Blick richtet sich auf die junge Dienerin "Die Kommandanten werden zur vollen Stunde versammelt sein." Wieder wand sich ihr Blick hinaus. "Es ist .." Ihren Mut zusammen raffend sprach die Dienerin weiter "Es ist ein Abgesandter eingetroffen vor wenigen Minuten. Der Großherrscher Tabu lässt euch seine Grüße ausrichten. Er wird zur Verabredeten Zeit am verabredeten Ort sein."
Nach diesen Worten verlässt die Dienerin den Raum.

Zur Vollen Stunden, alle Kommandanten im großen Saal versammelt, tritt sie vor das Rednerpult.
"Kommandanten, lange sind wir nun unterwegs. Unendlichkeiten entfernt von unserer Heimat. Getrennt von unseren Familien. Unmut verbreitet sich unter den Kriegern, die danach lechzen das Blut der Feinde zu riechen. Doch nun endlich wissen wir wo sie sich verstecken." Langsam lässt sie ihre Blicke über ihre Untergebenen schweifen. "Noch heute werden wir zuschlagen, wir werden sie alle töten und ihre Heimatwelten brandschatzend heimsuchen. Ihre Welten unbewohnbar machen.
Denn erst wenn niemand mehr Ihrer Gedenken kann haben wir gewonnen."
Still ist es im großen Saal.
"Auch von unseren starken Kriegern werden nicht alle die heimatliche Welt wieder betreten. Die süße Luft riechen, den rauen Wind auf der Haut spüren. Doch wir werden Ihrer Gedenken und so wird ihr Leben auf Ewig fortdauern in unseren Herzen und unseren Seelen. Die Dunkelheit wird über das Licht triumphieren. Wir werden das Licht verlöschen und eine neue Ordnung wird aus unserem Sieg erstehen. Wir werden siegen, wir werden die alles überdauernde Macht sein."

Laut gröhlend sprangen die Kommandanten aus ihren Sesseln. "Begebt euch zu euren Schiffen und verkündet dies euren Untergebenen. WIR werden über das Licht siegen!"

Stolz und mit regungsloser Miene betrachtet sie eine Weile die den Saal verlassenden Kommandanten. Unbemerkt verlässt auch sie in ihren langen schwarzen Mantel gehüllt den Saal, um Zwiesprache mit den Dämonen der Dunkelheit zu halten.
10.5.06 20:06





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