Unzensiertes Ich
  Startseite
    Alltag
    Bilder
    Musik
    Träume
    character
    lowdown
    od
    sensuous
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 

http://myblog.de/trinyty

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
lowdown

Kein guter Tag

Befinde mich im Sturzflug.
Fühl mich in die Ecke gedrängt, verfolgt, verachtet. Mir tut jede Faser meines Körpers weh und gleichzeitig spür ich gar nichts. Meine Gedanken gehen in alle Richtungen, ich höre den Lärm in meinem Kopf und dennoch ist er leer. Bin unruhig, kann kaum still sitzen. Meine Finger kaum still halten. Mich nicht konzentrieren.

Werd mich in meine Glaskugel zurückziehen..
15.6.07 08:16


Angst

Angst, die tief in einem steckt. Die schmerzt. Die einen erstarren lässt. Handlungsunfähig macht. Alles in Zweifel zieht.

Sie ist unnötig die Angst. Sie ist unberechtigt. Aber dennoch ist sie da. Ich spüre sie als Übelkeit. Als schmerzende Ringe, die um mein Herz liegen. Als Schwere die meine Glieder lähmt. Die jede Bewegung zur Überwindung macht. In meinem Kopf ist sie. Als Leere macht sie sich breit. Panische Reaktionen. Bedürfniss allein zu sein.

Was ist nur passiert, dass diese Angst wieder da ist? Wo ist meine Leichtigkeit geblieben? Meine Lust zu lernen, zu arbeiten.

Alles Grau in Grau. Keine positiven Seiten mehr vorhanden. Nur noch Elend. Traurigkeit. Leere. Hoffnungslosigkeit.

Doch darf ich mich dem nicht hingeben. Obwohl es so einfach wäre. Einfach in die Ecke legen und nichts mehr tun. Der Natur ihren Lauf lassen. Wäre das nicht schön?

Und alles nur wegen der Angst. Der allumfassenden.

Gehabt euch wohl
17.3.07 08:33


weil..

.. du mir weh getan hast.

hattest du überhaupt schon mal schmerzen?
hattest du jemals hunger?
musstest du je um dein leben bangen?
hattest du jemals angst?
ging es dir schon einmal wirklich schlecht in deinem leben?

nein.
denn es gibt immer jemanden, der stärke schmerzen erträgt.
der größeren hunger erleidet.
jemanden, der auf grund von krieg und verfolgung um sein leben bangen muss. jemand der auf grund dessen wirklich angst hat. jemand der auf grund seiner ängste das haus nicht mehr verlässt.

es gibt immer jemanden dem es schlechter geht als mir.

aber geht es mir darum automatisch besser?

soll ich die schmerzen, die angst negieren, weil es andere gibt, denen es schlechter geht?
soll ich meine tränen runterschlucken, weil es menschen gibt, die mehr recht haben zu weinen?
soll ich das was ich meine probleme nenne verdrängen, weil es andere leute gibt, die größere probleme haben?

aber kann ich sagen, mir geht es gut, wo es doch auch menschen gibt denen es besser geht.

alles andere geht nur mich was an..

in diesem sinne
good night and good luck

und nein ich nehme das leben nicht schwer, ich hab einfach nur vergessen diese scheiss tabletten zu nehmen, damit ich gute laune habe, also spart euch eure worte
5.3.07 01:02


..unten..

Was war das für ein Tag.. War mal wieder am Ende meiner selbst..

Nein, kein Aufgeben. Aber dies Rumgezicke nervt doch sehr.. Dazu Mary heut in Tränen zu sehen, war auch nicht grad aufbauend..
Fühl mich ziemlich allein gelassen bei einigen Dingen.. Und manchmal komme ich mit den leeren Abenden nicht zurecht.. Zudem hat Paul recht, ich bürde mir zuviel auf..

Vielleicht geh ich am Sonntag Schwimmen.. ich hoffe ich finde jemanden, der Lust hat mit zugehen.. Abends geh ich dann ins Kling, einfach bisschen entspannen..

Und nun gehts schlafen.. Morgen mehr.. Muss ja nun arbeiten..

In diesem Sinne
Good Night and Good Luck
7.12.06 22:59


und an manchen tagen, da zeigt einem das schicksal den mittelfinger

und an manchen tagen, da zeigt einem das schicksal den mittelfinger. kam ich noch frohen mutes nach hause endlich jemanden gefunden zuhaben bei dem ich mich wohl fühle. wo ich mich öffnen kann. und jetzt. jetzt ist es vorbei. aus. vorbei. keine chance. weil er keine zukunft sieht. hoffnungslos. er hat mich lieb. findet ich bin eine tolle frau. findet mich klasse, gutaussehend. aber er findet es unsinnig sich mit vollen kräften in eine beziehung zu stürzen, wenn das ende absehbar ist.
auch einwände wie "wenn es so weit ist findet sich ein weg" bringen nichts. wahrscheinlich geht er jetzt schlafen. ich kann nicht schlafen. bin aufgewühlt. hab mich doch bereits mehr auf ihn eingelassen als ich es gedacht hatte. verdammt tut das weh.

gute nacht.

warum fängt man auch nur wieder was an? die strafe folgt auf dem fuß
13.11.06 02:07


Wie es halt immer so ist ..

Heut bräuchte ich jemanden zum reden und es ist niemand da. Das soll an niemanden ein Vorwurf sein.
Ich mag mich auch bei niemandem melden. Wie schrieb mir jemand die letzten Tage "Ach Mensch, geht’s dir schon wieder mies?" "Bist du schon wieder down?" "Zieh dich nicht selbst so runter." Ist ja auch so. Ständig bin ich nur down. Lasse mich gehen, tue nichts für mich. Ständig nur traurig, wer will da schon noch was mit mir zu tun haben? Kein Wunder, dass sich niemand mehr meldet. Mein Leben ist ja auch riesig. Absolute klasse *kotz vor Ironie*
Finanziell Abhängig vom Exmann. Wenn der kein Bock mehr hat zum Zahlen, dann kann ichs Studium hinschmeißen. Da nutzt mir auch der tolle Titel nichts, weil ich kein Geld habe den Anwalt zu bezahlen. Super. Klasse.
Heute vor sechs Monaten. Da hab ich grad die ersten Sachen aus dem Haus geräumt. Vor sieben Monaten habe ich mich noch auf den Urlaub mit S. und K. in Dänemark gefreut. Ein Urlaub, der nie statt gefunden hat. Vor sieben Monaten sagte er mir noch er liebe mich. Vor sieben Monaten war die Welt noch einigermaßen in Ordnung. Da hätte man vielleicht noch etwas retten können. Einen Monat später war alle Hoffnung verloren.
Heute vor zwei Monaten bin ich das erste Mal von P. nach Hause gefahren. Ungefähr jetzt kam ich hier wieder an. Wir hatten den Abschied so weit wie möglich hinaus gezögert. Noch Stunden im Bett gelegen, geredet. Dann die letzten 300km im Schneegestöber wieder zurück. Auf dem Rastplatz, 150km noch vor mir, 380km hinter mir, bin ich halb zusammen geklappt. Wie lange ich auf der Autobahnraststättentoilette saß und weinte weiß ich nicht mehr. Ich bin nur noch mit 80km/h die Autobahn längs gezuckelt. Völlig verkrampft.

Und nun, vier Monate später, sitze ich wieder hier, völlig verkrampft.
Alle anderen haben gute Laune. Die will ich ihnen nicht verderben. Also. Gute Mine machen. Gute Laune vorschützen. Nicht hinter die Fassade blicken lassen. Ein Smilie von P. Nur nichts anmerken lassen.

Gute Nacht und in diesem Sinne

Good Night and Good Luck
28.6.06 21:48


Mein Herz

Einst verschenkte ich mein Herz und bekam es verletzt zurück. Eine Schicht aus Eis hat sich darum gebildet. Hat die Teile zusammen gehalten.
Die Blume die du mir einst schenktest, ich legte sie zu meinem Herz während es gefror. Damit es immer die Schönheit der Rose neben sich hatte, sich daran erfreuen konnte.
Nun ist es herunter gefallen und gänzlich zerbrochen.



Ganz langsam begann die Schicht aus Eis zu schmelzen, zerfloss in alle Richtungen, mein Herz beginnt sich aufzulösen, findet keinen Halt mehr. Weiß nicht wohin es gehört.
Es bäumt sich auf, versucht dagegen anzukämpfen. Doch langsam verschwimmen die Konturen, es löst sich auf im Kampf gegen die Dunkelheit. Es schreit.



Kann mich denn niemand hören? Kann mich denn niemand zurückholen? Sehr ihr denn nicht, wie ich immer mehr und mehr den Halt verliere?

Ich habe meinen Ankerpunkt verloren.

21.6.06 22:08


Herzschlag

Mein Herz schlägt schwer. Jeden Schlag spüre ich in meinem ganzen Körper. Besonders im Hals drückt es mir alles zusammen. Er ist sehr langsam. Treibt mir beinahe Tränen in die Augen. Das Atmen fällt mir schwer. Habe das Bedürfnis mich zusammen zu kauern.

Ich möchte allein sein. Möchte Klarheit haben. Möchte endlich wissen was los ist.

Das Lied mag ich nicht, aber den Text. Fragen an mich ..

damit ich wieder schlafen kann

sag wenn du das schweigen brechen willst
sag wenn du es wieder fühlst
sag was, was unsagbar war
fülle worte was geschah

sag es nicht weil du trösten willst
sag es nicht weil du es für nötig hälst
sag es nicht nebenbei, ausversehen, irgendwann
sags damit ich wieder schlafen kann

sag was hat dich so tief erfasst
das du mich vergessen hast
sag mir nicht du wärst noch hier
sag es nicht wenn ich`s nicht spür

sag was führte dich zu diesem schluß
sag es weil ich es wissen muss
sag was tut dich so endlos an
sag denn grund damit ich wieder schlafen kann

(Song von Laith al Deen)

ich weiß selbst nicht was mit mir los ist.
21.6.06 20:45


Kaputt

Gestern habe ich nichts mehr getan. Naja, was heißt nichts.

Kam vom Gemeindefest und habe festgestellt, dass mein Leben sinnleer ist. Habe angefangen eine Mail zu schreiben, ohne zu wissen an wen. Habe mit Küki gesprochen. Telefoniert. Kennen uns nun schon seit .. 4 oder 5 Jahren und haben immer nur gechattet, unregelmäßig. Habe mich dann indirekt von ihm verabschiedet, es dauerte einen Augenblick, bis er merkte was ich meine. Seine Reaktion? Wenn du nicht so weit weg wohnen würdest, dann würd ich jetzt zu dir kommen. Gib mir wenigstens deine Tel. Ich saß ein paar Minuten da und wußte nicht, gibst du sie ihm oder nicht. Doch im Nachhinein weiß ich, allein seine Nachricht auf ICQ hat mich aus dem Gedankenstrudel herausgebracht. Wir telefonierten ziemlich lange. Er bot mir an, ich könne, falls ich in Osnabrück studieren sollte, mit ihm zusammen ziehen, er würde auch den Hauptteil der Miete tragen. Damit ich mit meinen fünf Euronen im Monat gut über die Runden komme.
Wir werden jedenfalls demnächst wieder bisschen quatschen. Seine Freundin hat gestern mit ihm Schluß gemacht und er sagt selbst, er habe das noch gar nicht realisiert. Wollte auch (noch) nicht darüber sprechen.
Danach rief ich Paul noch an. Wollte eigentlich nur Gute Nacht sagen, weil ich irgendwem gern Gute Nacht sagen wollte (hab immer noch so ein Problem mit dem Allein sein in diesem Haus). Das Telefonat ist dann auch länger geworden. Er hat dann auch die Mail bekommen, für die ich noch keinen Adressaten hatte. Aber zu dem Zeitpunkt war ich wieder von diesem Trip herunter. War nur ziemlich fix und fertig weil ich auf nüchternen Magen was getrunken habe. Ich weiß allerdings nicht mehr sehr viel von dem Telefonat. Ich hoffe nur ich habe nichts dummes gesagt. Aber ich glaube es war eines der wenigen Gespräche bei dem ich dann gesagt habe, du ich muss schlafen. Wenn es mich nicht alles täuscht, dann habe ich auch zwischendurch mal sekundenweise geschlafen. Aber das weiß ich nicht so genau.

Nun gibt es gleich endlich wieder ein Gewitter. Seitdem es ein wenig abgekühlt ist fühle ich mich auch wieder besser, bekomme wieder Luft, mir wird nicht mehr schwarz vor Augen. Nur leichte Kopfschmerzen zeichnen sich ab. Wettermigräne.

19.6.06 14:21


Heut ist ein guter Tag zum Sterben

Erkenntnis.

Ich denk an euch. Zündet ihr mir eine Kerze an?

*gw*
18.6.06 20:25


Atemlos

Habe das Gefühl nicht atmen zu können.
Als lägen Tonnen Gewicht auf meinem Brustkorb.
Jeder Atemzug tut weh. Ist anstrengend. Immer wieder wird mir schwarz vor Augen. Mein Herz rast. Jeder Herzschlag tut weh. Meine Finger kribbeln.
Seit mehr als zwei Stunden gehts mir nun schon so.

Wie ein schlechter Trip.

16.6.06 16:04


Aber glauben, ist nicht wissen ..

Es ist fast so, als verdränge man die Sehnsucht, weil das nächste Mal noch in weiter Ferne liegt und nicht mal einen zeitlichen Rahmen hat.

Glaube ich.

15.6.06 20:22


Erkenntnis?


Manchmal reißt man Strukturen auf, wodurch andere Gebäude in einem selbst ins Wanken geraten und instabil werden. In der letzten Zeit arbeite ich sehr viel an mir selbst. Es ist ein schmerzhafte Arbeit, die mich viel Kraft kostet, was sich in einem unglaublichen Schlafbedürfnis niederschlägt.
Ich spreche mit einigen Leuten über meine Situation und bekomme von allen unterschiedliche Meinungen dazu. Die eine Stimme sagt "Laß allem soviel Zeit wie benötigt wird, die Wunden und die Enttäuschung die erlebt wurde ist so tief, hat sovieles zerstört und erschüttert. Laß die Zeit arbeiten, erzwinge nichts. Vielleicht entwickelt sich alles nach deinen Wünschen, vielleicht aber auch nicht." Die zweite Stimme "Du musst dich entscheiden was du willst. Eine Freundschaft ist eine Freundschaft nicht mehr, da gehört nichts körperliches zu. Doch zu mehr muss die Bereitschaft da sein, erzwinge nichts, aber entscheide dich, damit du leben kannst." Die dritte Stimme meint "Lebe es so wie du damit zurecht kommst. Du musst an erster Stelle stehen. Es ist mit Sicherheit eine ungewöhnliche Situation, aber du musst damit leben. Aber du musst dir darüber im Klaren sein, dass es nicht im Happy End enden muss. Entweder Freundschaft oder .. Beides geht nicht."
Und was sage ich dazu? Ich sage, es gibt Dinge die gehen über eine Freundschaft hinaus ohne im Endgültigen zu enden. Es ist nicht alles schwarz oder weiß. Ich neige dazu über zu reagieren, innere Probleme auf äußere Personen zu übertragen. Zu glauben mit mir sei alles in Ordnung und es sei die Schuld des/der anderen.

Und welche Erkenntnis ziehe ich in Bezug auf Gestern da heraus?
Ich weiß nicht was ich will, ich weiß nur ich will nicht mehr. Ich weiß, dass mein Kopf, meine Ratio, mein Bauch, meine Intuition und mein Herz, meine Emotionen, sich nicht einig sind. Mein Herz hält sich gänzlich heraus, es hat wieder die Sicherheitsvorkehrungen verschäft und lässt mich nicht mehr zu sich heran. Mein Kopf sagt Denk an dich selbst. Du bist am Zug. Lass dich nicht ausnutzen. Und mein Bauch sagt du machst es richtig so.

Und was tue ich? Ich belasse es so, weil es mir gut tut. Mit welchen Intentionen ich dabei bin weiß ich nicht.

Mit welchen bist du dabei?
10.6.06 16:11


Ich liebe dich




So manchen Tag dacht ich schon es wäre fort. Es wäre nicht mehr da. Denn es regte sich nicht mehr. Annäherung zwecklos. Hohe Zäune aus Stacheldraht. Minenfelder. Fallgruben. Selbstschussanlagen. Keine Möglichkeit nach dem Rechten zu schauen. Hat sich eingeschlossen. Seine Wunden zu lecken. Zu heilen. Heute hat es seinen Widerstand aufgegeben. Hat mich ein Blick auf sich werfen lassen.
Es ist schwer verletzt. Tiefe Wunden klaffen. Blut sickert stetig hinaus. Ich durfte es nicht berühren. Zitternd kroch es vor meiner Hand davon. Ich sah die Schmerzen, die in ihm wüten. Die Verzweiflung, die in es gekrochen ist. Das Misstrauen. Die Angst.
Und so blickte ich auf es, wie es so dalag. Allein, verängstigt, voller Misstrauen und ohne Hoffnung. Tränen traten mir in die Augen. War es doch einst so voller Liebe und Hoffnung. Einen Kuss hauchte ich ihm zu, leis flüsternd: "Heile mein Herz. Ich liebe dich."

Und so ging ich zwischen den Minen und dem Stacheldraht wieder hinaus. Um mein Herz wissend, es ist noch da. Nur für mich.
12.5.06 23:52


Nacht

Traumfresser

Nacht

Nacht. Keiner sieht. In der Nacht sind alle Katzen grau. Farblos. Konturlos.

Keiner sieht. Schreie. Keiner hört. Das Echo trägt die Schreie. Keiner hört. Tag. Alle sehen. Keiner sieht. Lärm. Alle hören. Keiner hört. Tagschwarz. Erfüllt von Angst. Stumme Schreie. Schmerzende Angst. Lebloser Körper. Keine Schreie. Lebender Körper. Toter Geist. Nacht. Zeit vergeht. Immer wieder Schreie. Keiner hört. Immer noch Angst. Nächteangst. Tagesanst. Todesangst. Verdrehte Realität. Gut. Böse. Keiner weiß. Keiner sieht. Keiner hört. Endloser Strudel. Ohne Ausweg. Hoffnungslos. Vertrauenslos. Keiner sieht. Keiner hört. Keiner weiß. Angst zu Vertrauen. Nachtschwarz. Wiederdurchlebte Vergangenheit. Schmerzen. Nicht endent. Kein Vertrauen. Keiner weiß. Keiner sieht. Keiner hört. Angst zu sprechen. Angst zu verlieren. Angst zu lieben. Angst zu Vertrauen. Keiner weiß. Leere. Im Körper. Im Geist. Angst. Im Körper. Im Geist. Aussichtslos. Auswegslos. Keiner weiß. Keiner sieht. Keiner hört.
18.5.06 10:27


End-lich

Gleisende


Morgens aufwachen und der Tag ist vorbei. Aufstehen, aber liegen bleiben. Wie fühlt es sich an zu wissen, dass das Leben voran schreitender Stillstand ist? Ich fühle nichts. Hörst du das schweigende Schreien meines Herzens? Siehst du die Hilflosigkeit in meinen Augen? Ich kämpfe. Ich sterbe. Wie lange noch?
Allein. Der letzte Tag ist nah. Am Strand. In die wahre Unendlichkeit blickend. Endlich Ruhe. End-lich.
16.5.06 08:36


Heute. Gestern.

Stacheldrahtzaun


Heute gehts mir nicht gut. Es ist so ein unbestimmtes dunkles Gefühl in mir drin. Habe das Bedürfnis mich in eine Ecke zu verkriechen um allein zu sein. Es ist wieder alles so fern von mir. Als ob ich allein auf den Mond stünde und auf die Erde blicke, wo der Rest der Menschheit lebt.

Gestern. Gestern waren wir mit dem Chor auf dem Mitarbeiterfest der Gemeinden A. und L.. Das Wetter war herrlich. Ich war eigentlich gut drauf, wir lachten und scherzten. Redeten über die Abiprüfung und meine Abschlußprüfung. Wurden herzlich begrüßt, es stimmte einfach. Tja, und dann gingen wir in das Zelt. Hinten waren noch zwei Tische frei, wo wir uns hinsetzten. Und wen sehe ich am Nebentisch. Seine Eltern. Meine Ex-Schwiegereltern. Noch-Schwiegereltern. Mit denen ich seit Weihnachten kein Wort mehr gewechselt habe. Man begrüßte sich, ein wenig Smalltalk. Dann setzte ich mich zu meinen Chorleuten. Mein Gedanke "Lache, sei fröhlich, iss nur wenig, sitz aufrecht, zeig, dass es dir gut geht." Das Essen war kein Problem. Ich esse sowieso nur sehr wenig. Also lachte ich und war fröhlich. Wenn ich aufstand, dann ging ich aufrecht und den Raum beherrschend den Gang entlang. In der Schlange zum Buffet zog ich die Blicke der umliegenden Tische auf mich, weil ich so strahlte. Und meine Schwiegermutter ging an mir vorbei, als ich grad dem Paketboten der Firma zuzwinkerte und er zurück lächelte.
Und auch wenn ich mich eigentlich gut amüsiert habe, so war doch immer dieser Gedanke im Nacken "Sei glücklich." Und als Sketch wurde Loriot aufgeführt. Ein Paar bei der Eheberatung. Zwar habe ich herzlich gelacht, aber es war dennoch ein Stich.

Einem Freund dem ich davon erzählte meinte, er hätte auf dem Absatz kehrt gemacht und wäre wieder gegangen. Zwar hatte ich das Bedürfnis zu gehen, aber so etwas ziehmt sich nicht. Aber vielleicht hätte ich genau das tun sollen, damit seine Eltern sehen was für einen Sohn sie da groß gezogen haben. Einen Sohn, der nicht einmal den Mut hat Klartext zu sprechen, sondern sich ins Schweigen zurückzieht und eine neue Freundin präsentiert.

Gestern abend. Spät. Ich habe gelesen. Über ein Thema. Das mir nicht gut tut. Habe mich in vielem gesehen. Autoaggression. Vermindertes Schmerz- und Gefühlsempfinden. Starke Gefühlsschwankungen. Innere Leere. Kontrollbedürfnis über andere Menschen. Extreme Idealisierung oder Entwertung. Isolation. Angst vor dem Alleinsein. Ständiges Gefühl der Langeweile. Depression. Andauernde Gereiztheit. Probleme mit der eigenen Identität.

Und nun frage ich mich. Sollt ich darüber mit meiner Thera sprechen?

Und ansonsten?
Ich habe ein Bild in meinem Kopf, das ich gern malen möchte am Wochenende. Die Farben. Schwarz, grau, rot. Der Titel *Mein Herz als Sperrgebiet*. Ich hoffe ich bekomme die Glasscherben gut hin.

Und nun noch 7,5 Stunden arbeiten. Mit einem Gefühl der inneren Leere. Der Isolation.

Trotz der Gespräche letzte Nacht und heut morgen. Trotz dir. Es tat gut, dass du angerufen hast. Etwas weniger Leere. Aber bitte mach dir keine Sorgen um mich. Ich schaffe das schon. Ich tue mir nichts. Ein wenig Kratzen bis aufs Blut ausgenommen.

*gw* kennst du sie noch? Ich brauchte sie grad.

Und immer wieder der Gedanke. Ich bin nicht gut. Für dich. Für alle. Für mich. Macht das alles noch Sinn?
12.5.06 10:40





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung